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Wer hat´s erfunden? Natürlich VTA.


Gut 200.000 Tonnen Qualitätspapier verlassen jährlich „Mona“ und „Lisa“, die beiden Maschinen von Utzenstorf Papier im Schweizer Emmental. Mehr als 95 % des Rohstoffs sind Altpapier: Knapp 600 Tonnen davon bereiten zwei Deinking-Anlagen jeden Tag auf. Kein Wunder also, dass die Abwasserreinigungsanlage des Unternehmens - gemessen an der Belastung - zu den größeren im Kanton Bern zählt. Ihre Ausbaugröße (CSB: 17 t/d) entspricht rund 200.000 EW.


Mit zwei Hochlastträgerreaktoren in der Biologie zählt die werkseigene Anlage auch zu den modernsten Industriekläranlagen in der gesamten Schweiz. Die Belastung ist enorm, zumal dann, wenn Papiere der beiden höchsten Qualitätsstufen „edelweiss“ und „snowprint“ erzeugt werden und die Mikroorganismen in der Biologie mit hohen Frachten fertig werden müssen.

„Dann haben wir letztlich mehr Ladung im Abwasser“, bringt ARA-Leiter Andreas Widmer die komplexen Vorgänge auf den Punkt, die ihm und seinen Mitarbeitern mehr als drei Jahre lang zu schaffen machten. Seit 2011 gab es Probleme mit den Absetzeigenschaften. Grenzwerte waren teilweise nicht mehr einzuhalten, insbesondere bei Schlammindex und GUS (Gesamte ungelöste Stoffe). Trotz aller Anstrengungen beim Einsatz von Aluminiumsalzen und Polymeren zur Flockung verschlimmerte sich die Lage zusehends. „Wir haben es nicht in den Griff bekommen. Im vorigen Jahr war dann das Ende der Fahnenstange erreicht“, so Widmer.

Rasches Reagieren nun möglich
In dieser Situation wurde Bernhard Scheuringer, VTA-Mitarbeiter im technischen Außendienst für internationale Märkte, zu Rate gezogen. Nach umfassenden Analysen vor Ort und im VTA-Labor entwickelte er eine Einsatzstrategie mit zwei Komponenten: Ein spezielles VTA-Systemprodukt übernimmt die Vorkonditionierung und den Ladungsausgleich. Zugleich bewirkt VTA Nanofloc® mit ausgedehnter Oberfläche und kationischer Ladung die Bildung besonders kompakter, dichter Flocken aus dem Kern heraus und steigert den Sauerstoffübertrag auf die Flocke.

„Wir haben im Juli 2014 mit der Dosierung begonnen und diese in den beiden folgenden Monaten optimiert. Seit Oktober läuft die Anlage nun optimal“, schildert Andreas Widmer. Sein Resümee: „VTA hat uns extrem geholfen, das kann man eindeutig sagen. Ohne diese Produkte könnten wir unsere Anlage nicht fahren!“

Gerüstet für neue Rahmenbedingungen
Neben dem stabilen und sicheren Betrieb schätzt der ARA-Leiter auch, dass es nun möglich ist, rasch – nämlich binnen Stunden - auf Änderungen reagieren zu können. Das ist für ihn besonders wichtig, da die Kläranlage bisweilen am Limit ist und dann „entsprechend nervös reagiert“, wie Widmer sagt. Und Technologie-Leiter Dennis Voss ergänzt: „Die Rahmenbedingungen in der Papierherstellung sind in den vergangenen Jahren anspruchsvoller geworden und ändern sich weiter. Dank VTA kommt unsere bestehende ARA auch mit diesen neuen Herausforderungen bestens zurecht.“

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